Tiermarkt in Kashgar

Kashgar, China, Dezember, 2012

Tiermarkt in Kashgar

Es riecht nach Dung, Haaren und Staub. Die Esel schreien, zwei Kamele treten einander und ein kleiner Junge sucht nach seinem Vater. Der eisige Wind ist inmitten der vielen Schafe gleich viel besser auszuhalten.

Der Tiermarkt in Kasgar ist der Ort an dem sich jeden Sonntag die Farmer der Region treffen. Zwischen blökenden Schafen feilschen zwei Männer mit Fellmütze um den Preis einer kleinen Gruppe Schafe. Der Kauf wird per Handschlag besiegelt und schon packt der glückliche Käufer sein neues Gut und scheucht es durch die Besuchermassen in die Richtung seines Transportmopeds. Eine Ecke weiter schieben vier Männer eine Horde Kühe auf die Transportfläche eines LKWs. Die Kuh muht vor Schreck laut auf und bevor sie sich versieht steht sie auch schon mit weiteren fünfzehn Artgenossen auf der Ladefläche. Ein bisschen weiter in der Pferdesektion halten zwei Jugendliche ein junges Pony fest, während sich der dritte zum Probereiten auf dessen Rücken schwingt. Im flotten Galopp geht es zwischen den Transportern hindurch bis ans andere Ende des Marktes. Das Pony reißt den Kopf in die Höhe und springt zur Seite, aber der Reiter hat die Zügel fest in der Hand. Die Luft ist staubig vom Hufgetrampel.

Wir tätscheln Yaks (¥ 3.000 für ein Männchen), Ochsen (¥ 4.000) und Esel (¥ 3.000 für ein männliches Tier), blicken ehrfürchtig zu einem riesigen Kamel auf (¥ 12.000) und streicheln Pferde (¥ 10.000) und Dickschwanzschafe (¥ 1.400). Am anderen Ende des Marktes gibt es die Tiere in handlicheren Portionen und zum kleineren Preis. Eine Suppe mit frisch gezogenen Nudeln und Schaffleisch kostet dort nur ¥ 5.

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